Byron Bay 22.09.2016

Jetzt gerade sitze ich hier in Byron Bay an der Gold Cost in New South Wales, Australien. Es ist immer noch etwas unwirklich.

Heute früh hat nun der eigentliche Teil unseres Urlaubs begonnen. Kerstin hat uns noch zur Abholstation von Apollo/Cheapa gebracht und dann mussten wir uns verabschieden. Jetzt müssen wir alles alleine regeln.
Das war aber zumindest heute kein Problem. Die Fahrzeugübergabe und die Einweisung ging sehr schnell und wir haben mit dem netten Kollegen von Apollo sogar richtig geplaudert. So gegen halb 10 saßen wir also in unserem HiTop Campermobil.

Das erste Ziel sollte heute Byron Bay sein, etwa 175 km südlich von Brisbane.

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Dazwischen lag aber mein erster Kontakt mit dem australischen Linksverkehr. Dass es dann doch so einfach werden sollte, hätte ich nicht gedacht. Gut war, dass wir die ersten Kilometer auf der Autobahn zurücklegten, wo es natürlich besonders einfach ist. Aber auch später dann, in Byron Bay, gab es überhaupt keine Probleme.

Byron Bay selbst ist nicht wirklich etwas Besonderes. Eine typische Touristenhochburg mit x Läden und Kneipen, vielen jungen Backpackern und hektischem Verkehr. Unser Ziel war aber das Lighthouse, der Leuchtturm direkt hinter der Stadt an der Küste. Kerstin hatte uns schon angedeutet, dass es hier wunderschön sein sollte, aber die Realität war noch besser:

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Der Strand von Byron Bay vom Lighthouse aus

Ein wunderbarer Panoramablick aufs Meer, weißer Sandstrand und Surfer ohne Ende. Draußen vor der Küste konnten wir Wale sehen und am Ufer etwa 100 Meter unter uns schwamm eine riesige Wasserschildkröte. Das hatten wir nicht gleich am ersten Tag erwartet…

Wal vor Byron Bay
Wal vor der Küste von Byron Bay. Aufgenommen mit dem 270er Tele
Wasserschildkröte
Wasserschildkröte am Strand von Byron Bay. Aus großer Entfernung mit dem 270er Tele

Etwa zwei Stunden verbrachten wir dort oben, am östlichsten Punkt des australischen Kontinents, dann buchten wir unseren Campingplatz, kauften die wichtigsten Sachen ein und nun sitzen wir gemütlich hier. Allerdings ist es um 19:00 schon stockdunkel. Es wird also nicht mehr lange dauern, und wir testen das Bett im Camper. Mal sehen, wann es morgen früh dann hell wird…

Surfers Paradise 23.09.2016

Was für ein Land!

Das Frühstück war noch ausbaufähig, obwohl der Cappuccino mit Sojamilch wirklich lecker war. Aber ansonsten gab unser Camper nicht wirklich viel her. Das ist beim letzten Einkauf nur suboptimal gelaufen…

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Aber ab dann war es wieder ein unvergesslicher Tag. Wir starteten von Byron Bay in Richtung Crystal Castle, ein Ausflugsziel etwas im Hinterland, das uns Kerstin empfohlen hatte. Zuerst führte uns das Navi in den nächsten Ort und wir zweigten dann bergauf ab. Schon nach ein paar Kilometern wurde aus der Strasse eine Piste. Mit Bäumen überwachsen, Schlaglöcher und keine Spur von Straßenbelag. Immer wieder musste ich herabhängenden Ästen ausweichen. Und dazwischen oft der Blick auf die Küste und das Meer.

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Auf den Weg nach Crystal Castle

Sicher war das nicht der normale Weg, eher schon der kürzeste. Für uns aber sicher der schönste.

Auch Crystal Castle war die Fahrt mehr als wert. Eine Art Park, irgendwie esoterisch, aber schon am Anfang steht ganz deutlich, dass es nicht religiös ist. Eigentlich ist das auch egal, auf jeden Fall ist es wunderschön dort oben. Obwohl auch hier der Einstieg recht überraschend (und etwa einen Meter lang) war:

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Ich habe keine Ahnung, was das für eine war. Friedlich war sie auf jeden Fall.

Der Park hat viele asiatische Einflüsse, Buddhas und Statuen und ist super gepflegt. Überall gibt es Edelsteine, zum Teil mehrere Meter hoch. auch die Pflanzenwelt ist überwältigend. Was wir in der Gärtnerei im Blumentopf kaufen, wächst dort im Freien. Wir haben zum Beispiel einen meterhohen Weihnachtsstern gesehen und eine Engelstrompete wie ein Baum. Auch der Bambus wächst haushoch. Und es hat etwas von Urwald.

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Nach etwa 2 Stunden machten wir uns auf den Weg zum Kontrastprogramm. Von der Ruhe in die Hektik, vom Wald ans Meer, vom Land in die Stadt. Es ging nach Surfers Paradise. Der Ort selbst ist nicht unbedingt sehenswert. Es ist, zumindest bei einem kurzen Besuch eine typische Touristenstadt. Aber es gibt dort auch den Q1 Tower, den höchsten Wolkenkratzer auf der Südhalbkugel. Und der ist wiederum absolut sehenswert.

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Der Q1 Tower in Surfers Paradise

Mit dem Aufzug geht es in ca. 40 Sekunden in den 77. Stock, was irgendwie wohl auch ein Rekord ist. Der Ausblick von dort oben ist sensationell: Die Gold Cost und das Meer, fast 360 Grad. Auf dem Meer waren übrigens wieder Wale unterwegs.

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Die Gold Coast vom Q1 Tower

Nach einem kurzen Abstecher an den Strand

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Lifeguard Buggy in Surfers Paradise

mussten wir uns nun nur noch einen Campingplatz suchen, was gar nicht so einfach war, weil die Australier gerade Schulferien haben und eh gerne übers Wochenende aus den Städten entfliehen und sich dann bei BIG4 und Kollegen einquartieren. Aber dann haben wir es doch noch hinbekommen. Wir müssen allerdings bis 6:00 pm in Brisbane sein. 10 Minuten vorher treffen wir dort ein. Der Platz ist nicht so schön, wie der von gestern, aber für eine Nacht absolut in Ordnung.

Nun sind wir also wieder da, wo das Abenteuer Australien begonnen hat und starten morgen nach Norden, ans eigentliche Ziel unserer Reise.

Forest Glen 24.09.2016

Die Tage beginnen früh, hier in Down Under. Irgendwann nach 5 wird es langsam hell und auch heute sind wir ohne Wecker um 6 Uhr wach. Schade, dass der Coffee Shop erst um 7:30 h aufmacht. Na, ja, warten wir halt noch etwas, wir sind ja im Urlaub. Kurz nach halb Neun haben wir gefrühstückt und machen uns auf den Weg. Nach dem ersten Tanken geht es auf die M1 Richtung Norden und dann auf den Bruce Highway. Das erste Ziel heute ist der Markt in Eumundi. Angeblich sehenswert und deshalb in der ganzen Region bekannt.

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Die Tour vom 24.09.2016

Danach müssen wir leider wieder ein paar Kilometer zurück, aber da es Wochenende ist, ist die Auswahl an freien Campingplätzen nicht wirklich groß. Aber was soll`s, auf die paar Kilometer kommt es nun wirklich nicht an.

Was soll ich sagen, schon am Ortseingang von Eumundi wird man auf einen Parkplatz eingewiesen, von dem ein kostenloser Shuttlebus in den Ort fährt. Der Markt ist dann wirklich klasse. Es gibt kaum den üblichen Kitsch, sondern hauptsächlich regionale Produkte, Schmuck und Kleider. Aber eben nicht Made in China. Hier heißt das Motto:
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Wär vielleicht auch mal in Deutschland eine Überlegung wert?

Auf jeden Fall sind die Leute an den Ständen unheimlich nett, lachen, erzählen, ohne dabei aufdringlich zu werden. Natürlich kann man einen solchen Markt nicht verlassen, ohne etwas gekauft zu haben: So kriege ich nun endlich meinen original australischen Hut aus feinstem Känguruh Leder. Und hier und da noch ein wenig Schnickschnack.

Das Beste kam dann aber, als wir uns etwas zu Essen kaufen wollten. Ich bestellte mit meinem Weltklasse-Englisch einen Nachoteller mit Chicken und die Verkäuferin fragt mich direkt: “Seid Ihr aus Deutschland? Wir sprechen nämlich auch hessisch!” Da bist Du doch platt. Kommen die doch aus Großumstadt und leben seit 9 Jahren in Australien. Da gabs gleich mal eine Plauderei unter Landsleuten und dann hat sie uns sogar 5 AUD geschenkt. Vielen Dank!

Beim Bummeln kauften wir uns noch eine Ananas, direkt vom Bauern, fürs Abendessen. Und das war der Hammer: Ich habe noch nie eine so weiche, süße und saftige Ananas gegessen. Das kenne ich sonst nur bei denen aus der Dose, die mit einem Pfund Zucker genießbar gemacht werden. Ich freu mich jetzt schon aufs Frühstück, denn dann gibt es den Rest.

Ja, heute waren wir mal etwas früher am Campingplatz. Das Einchecken habe ich nicht wirklich mitbekommen, so schnell hat die Dame da losgelegt. Ich denke mal, ich habe nicht mal die Hälfte verstanden, aber das hat sie nicht wirklich interessiert, oder ich habe so verstehend genickt? Einfahren durften wir aber und unseren Platz haben wir gefunden. Wahrscheinlich hatte sie Ihre 2.000 Worte für diesen Tag noch nicht voll 🙂

Und noch etwas haben wir heute gemacht: Den Campingplatz in Hervey Bay für Montag und Dienstag gebucht und ebenfalls das Whale Watching am Dienstag. Darauf freuen wir uns ganz besonders.

Also, stay tuned, es gibt noch viel zu berichten, wir haben noch nicht mal eine Woche rum und die Köpfe schon voll von Eindrücken.

Glasshouse Mountains 25.09.2016

Heute brauchen wir mal einen ruhigeren Tag. Obwohl wir noch nicht einmal eine Woche hier sind, sind die Köpfe schon ganz schön voll. Es ist halt doch eine andere Welt, in der wir hier sind.

Deshalb heute nur ein kurzer Ausflug in die Glasshouse Mountains.

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Wir ließen die Fahrt ganz gemütlich angehen und genossen schon dabei die Umgebung. Am Anfang gings über die Autobahn M1, aber dann über kleine Strassen bis zum Glass House Mountain Lookout, einem Aussichtspunkt mit phantastischem Fernblick.

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Unbedingt das Panorama von Glasshouse Mountains anklicken! 360 Grad Rundumblick. (Durch Klicken vergrößern und dann nach links und rechts schwenken)

Am Morgen in Forest Glen war es noch wolkig und hat sogar ein paar Tropfen (aber wirklich nur ein paar!) geregnet. Und zwei Stunden später hatten wir diese Aussicht. Obwohl wir da schon ein paar Meter in den Bergen waren, war es dort oben richtig warm und sonnig.

Trotzdem sind wir den 800 Meter langen Point Lookout Weg gegangen, der in einer Schleife durch den Wald führte.

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Kann man schon einmal machen, auch bei gefühlten 30 Grad!

Auf dem Rückweg gab es wieder so ein kleines Highlight, was wir schon jetzt an Australien schätzen. Wir haben auf der Hinfahrt einen kleinen Laden gesehen, in dem frisches Obst aus der Region angeboten wurde. Nun sind wir hier nicht am Untermain und es geht nicht um Äpfel und Birnen. Wir kauften also Papaya, Passionsfrucht und ein paar Blaubeeren. Und das Ganze wächst hier einfach so vor der Haustüre!

Gleich daneben gab es in einem kleinen Cafe Pies, die uns von Kerstin wärmstens empfohlen wurden. Das sind kleine Teigtaschen, mit verschiedener Füllung und so was von lecker!
Die ersten beiden haben wir gleich an Ort und Stelle verdrückt, die beiden anderen haben bis zum Campingplatz überlebt. Und fast hätte ich wieder vergessen, ein Bild für alle Daheimgebliebenen zu machen:

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Und der nette junge Mann in dem Laden war alleine das Geld wert. Obwohl wir ja nicht das beste Englisch sprechen, haben wir uns prächtig unterhalten – echt. Er hat von seinem Porsche erzählt, von der Werksbesichtigung und dem Mercedes Museum. Einen Kaffee zu kaufen ist hier schon ein Ereignis und wird mit einem Lächeln und dem ein oder anderen Gag begleitet. Die Leute sind einfach gut drauf und haben Spaß bei der Arbeit.

Den Nachmittag verbrachten wir mal ganz faul am kleinen Pool des Campingplatzes. Hat richtig gut getan!

Und dann mussten wir schon wieder ran: Den Ausflug auf Fraser Island buchen. War dann doch nicht ganz so einfach, weil Queensland Ferien hat. So mussten wir den Trip von geplant Mittwoch auf Freitag verschieben. Aber da finden wir schon was, was wir in den beiden Tagen anstellen können. Sicher.

Morgen geht es dann nach Hervey Bay und am Dienstag zum Whale Watching. Es wird also nicht langweilig!

Hervey Bay 26.09.2016

Über die Autobahn, die Australier nennen das wohl Highway ging es heute weiter nach Norden. Bis zum Ziel in Hervey Bay sollten wir etwa 2,5 Stunden brauchen. Für etwas mehr als 200 km eine gute Zeit.

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Daß die Autobahn auf einem großen Teil der Strecke mehr Straße von Haibach nach Bessenbach gleicht, stand dabei nirgends. Uns kam es aber sehr, sehr gelegen. Meist konnte man nur 80 bis 100 km/h schnell fahren und so war es auch für mich mehr Sightseeing als Autobahnfahrt.

Man merkt schon, dass es hier mehr nach dem Australien aussieht, das wir uns so vorgestellt haben. Rote Erde, trocken, eine komplett andere Vegetation. Und dabei fahren wir eigentlich in den tropischen Norden und es ist noch nicht mal Sommer. Was leider auch deutlich an Australien erinnert, sind die toten Känguruhs, die immer wieder an der Strasse liegen 🙁

Unterwegs in Maryborough wollen wir eine kleine Pause einlegen und unsere Vorräte bei Coles auffrischen. Man weiß ja nie, ob es nochmal was gibt 🙂 Bei der Gelegenheit testen wir gleich mal den australischen Subway. Ist aber auch nicht anders, als bei uns.

Kurz nach eins sind wir dann am Ziel und beziehen unseren Platz. Diesmal mit eigener Dusche und Toilette. Man muss sich ja mal was gönnen können! Und danach geht`s gleich ab ans Meer. Bis auf ein paar Minuten in Surfers Paradise haben wir noch keine nassen Füße bekommen und heute soll es dann ein Vollbad werden. Schnell noch Schwimmbrillen gekauft und ab in die Wellen. Kann man sich vorstellen, dass in den Ferien der Strand in einer Touristenhochburg so aussieht?

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Und auf der anderen Seite war genau so viel los. Also ab ins Wasser!
Warm, leichte Wellen und weit und breit keine Haie! Super!

Danach noch etwas die Sonne genießen und nach 2 Stunden zurück in den Park. Denn jetzt wollen wir gleich den nächsten Schritt zum echten Australier machen: Unser erstes Barbecue!
Das machen sie schon gut. Auf vielen öffentlichen und auch in den Campingplätzen gibt es kostenlose Gasgrills, die jeder benutzen kann. Einzige Bedingung: Hinterher wird sauber gemacht. Hier scheint das auch zu funktionieren, ich möchte aber nicht wissen, wie die in Deutschland aussehen würden. Aber so weit kommen wir leider nicht, ist für uns undenkbar.

Wir haben es  genossen: 2 Porterhouse Steaks mit Süßkartoffeln, dazu ein Bier. Lecker wars und sicher nicht das letzte Barbie.

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Jetzt müssen wir nur noch alles für Morgen vorbereiten: Da geht es nämlich zum Whale Watching. Mal sehen, was uns vor die Objektive schwimmt oder springt!

Whale Watching 27.09.2016

Was für ein Erlebnis!

Schon die Fahrt raus aufs Meer war einmalig. Immer entlang am Strand von Fraser Island. Weißer Sand, Wald, blaues oder türkisfarbenes Wasser und kaum Menschen. Dafür ab und zu ein Jeep am Strand. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich Photoshop dahinter vermuten.

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Und dann der erste Wal, bzw. eine Walmutter mit Baby. Was haben wir doch ein Glück. Sofort die Kamera im Anschlag und jedes noch so kleine Stückchen Wal, das aus dem Wasser guckt, fotografiert. Vielleicht gibt es ja nicht mehr viele Möglichkeiten? DENKSTE! In dieser Bucht wimmelt es geradezu von Buckelwalen. In den 4 Stunden unserer Tour haben wir bestimmt an die 30 gesehen.
Manche davon einfach ruhig dahinziehend, Mutter und Kind Seite an Seite,

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aber manche hatten auch richtig Spaß. Klatschten immer wieder mit der Schwanzflosse aufs Wasser, machten Rollen oder streckten die vorderen Flossen in die Luft und platschten sie mit einem riesen Knall auf die Wasseroberfläche.

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Und einige taten uns sogar den Gefallen und sprangen aus dem Wasser. Und das war dann wirklich Glück!

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Niemals hätte ich geglaubt, dass man diesen Riesen so nahe kommen kann und sie sich so ungestört im Meer tummeln. Wer diese Gelegenheit einmal bekommt, MUSS das auch erleben.

Das waren die ruhigen Riesen. Und am Nachmittag auf dem Campingplatz waren da einige der geschwätzigen Kleintiere, die wir auch nur aus der Zoohandlung kennen.

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Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende. Mal sehen, was Australien noch für uns bereithält.

Bundaberg 28.09.2016

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Leider mussten wir unseren Ausflug nach Fraser Island auf Freitag verschieben, aber den wollten wir einfach unbedingt machen. Deshalb ist der Plan  (den wir ja gar nicht so ganz hatten) etwas durcheinander gekommen. Damit wir nach Fraser Island direkt durchfahren können, machten wir heute einen Trip nach Bundaberg. Das hieß zwar 120 km hin und wieder zurück, aber bei dieser Landschaft ist das einfach wie Sightseeing. Wir ließen es also langsam angehen und genossen jeden Kilometer der Fahrt.

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Etwa 2 Stunden dauerte es bis Bundaberg, einer Stadt in der Größe von Aschaffenburg und besonders bekannt durch die Zuckerindustrie und den bekannten Bundaberg Rum.

Schon auf der Fahrt sahen wir riesige Zuckerrohrfelder, dazwischen Schmalspur-Eisenbahnschienen, auf denen das geerntete Zuckerrohr abtransportiert wird.

Die Stadt selbst, na ja, muss man nicht unbedingt gesehen haben. Laden an Laden, aber das könnte genau so woanders sein. Und noch was haben wir gemacht: Wieder einige Traveller-Schecks in Bargeld getauscht. Das ist eigentlich nicht wert, hier genannt zu werden. Wir sind aber anscheinend die einzigen auf diesem ganzen Kontinent, die noch solche Dinger dabei haben. Die nette junge Dame am Bankschalter sagte uns gleich mal, dass sie das schon sehr lange nicht mehr gemacht habe. Tatsächlich musste dann auch eine zweite Kollegin eingreifen und nach mehreren Rückfragen und Telefonaten haben wir unser Geld nach etwa einer halben Stunde bekommen. Und wir hatten gedacht, die Gute in Brisbane hatte keine Ahnung. Falsch: Das war die schnellste Traveller-Scheck-Einlöserin in ganz Australien. Ich entschuldige mich hier noch einmal ganz öffentlich für meine schlechte Meinung!

Gut, wir sind wieder flüssig und können also in die Bundaberg Distille starten.

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Zwar hätten wir gerne eine Führung gemacht, aber das wäre einfach zu schwierig geworden. So gut ist unser Englisch dann doch wieder nicht. Also beschränken wir uns auf den Store. Vorher noch schnell bei Amazon nachgesehen und dann festgestellt: Der Rum ist bei Amazon günstiger als hier direkt beim Hersteller. Kann man verstehen, muss man aber nicht.

Also wieder zurück nach Hervey Bay. Unterwegs bleiben wir bei einem Macadamia-Nuss Hersteller stehen. Im Werksverkauf versorgen wir uns für die nächsten Tage mit Kalorien! Aber wo kann man denn Macadamia-Nüsse direkt vom Hersteller kaufen, die Bäume direkt vor der Türe?

Zurück am Campingplatz packen wir uns ein kleines Picknick und etwas zu trinken ein und genießen so den Sonnenuntergang am Meer.

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Ein weniger spektakulärer Tag, aber das kann auch nicht immer so sein.